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LR ANSCHOBER: Großartige Mehrheit in profil-Umfrage gegen bisherige Regierungslinie der Abschiebung von Lehrlingen und für "Ausbildung statt Abschiebung"

Kanzler Kurz & Minister Kickl müssen jetzt Gesprächsverweigerung beenden und menschliche und wirtschaftlich sinnvolle Lösung statt Abschiebung bestens integrierter und unbescholtener Lehrlinge umsetzen

(Linz) In einer Vorabmeldung berichtet "Profil" vom Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Unique Research": fast drei Viertel der Befragten sind gegen Abschiebungen während der Lehrzeit und damit für "Ausbildung statt Abschiebung". Großartige 43 Prozent sprechen sich demnach dafür aus, dass abgelehnte Asylwerber zumindest die ihre Lehre beenden dürfen, 29 Prozent sprechen sich laut der Umfrage sogar für ein generelles Bleiberecht nach der Lehre aus, lediglich 21% unterstützen die bisherige Regierungslinie, Asylwerbende in Lehre abzuschieben.

Anschober: "Das ist eine eindrucksvolle Mehrheit für eine menschliche und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Ich appelliere an Bundeskanzler Kurz und Innenminister Kickl als die beiden entscheidenden Regierungspolitiker, endlich die bisherige Gesprächsverweigerung zu beenden und gemeinsam nach vernünftigen Lösungen zu suchen. Das bisherige Durchtauchen bei gleichzeitig beginnenden ersten Abschiebungen muss beendet werden, es braucht einen raschen politischen Dialog zur Erarbeitung von politischen Lösungsmöglichkeiten. Diese sind leicht zu finden: etwa das in Deutschland bei bereits über 7000 Betroffenen praktizierte "3plus2-Modell", das eine Duldung im Asylverfahren für die Dauer der Ausbildung und die ersten beiden Arbeitsjahre im Betrieb vorsieht. Anschließend wird das Asylverfahren fortgesetzt und abgeschlossen. Oder aber auch die von der Wirtschaftskammer vorgelegten Lösungsoptionen. Bei gutem Willen ist eine politische Lösung rasch zu finden. Und das erwartet sich offensichtlich eine breite Mehrheit der Österreicherinnen von dieser Bundesregierung."

Die Initiative "Ausbildung statt Abschiebung" wird immer breiter unterstützt: 54.400 haben bisher eine entsprechende Online-Petition auf www.ausbildung-statt-abschiebung.at unterzeichnet, 86 Gebietskörperschaften von Wien bis Innsbruck mit insgesamt 2,6 Mio EinwohnerInnen haben in den vergangenen Monaten entsprechende Beschlüsse für "Ausbildung statt Abschiebung" gefasst und bereits 551 Unternehmen unterstützen die Initiative. Dazu kommen Prominente wie etwa Hermann Maier, Josef Hader, Hubert von Goisern, Reinhold Mitterlehner, Anna und Gexi Tostmann, Christian Konrad, Dirk Stermann, Thomas Maurer, Nadja Maleh, Hans Peter Haselsteiner, Sabine Derflinger, Ferry Öllinger, Stefan Ruzowitzky, Petra Ramsauer, Mike Süsser, Georg Kapsch, Susi Stach, Karl Fischer, Martin Grubinger, Günther Lainer und zuletzt auch Spar-Chef Gerhard Drexel und viele andere mehr.

Anschober abschließend: "Wir wachsen täglich und täglich wird meine Initiative stärker und breiter unterstützt. Und wir werden diese Arbeit solange fortsetzen, bis wir eine politische Lösung zu "Ausbildung statt Abschiebung" durchgesetzt haben."

www.ausbildung-statt-abschiebung.at

21.7.2018

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