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am 1. Februar

Distanzierung vom deutschnationalen Lager nötig

Maria Buchmayr - Germania Ried: Landeshauptmann Stelzer trägt die Verantwortung für den Schaden am Ansehen des Landes Oberösterreich.

Die FPÖ und ihre rechtsextremen "Einzelfälle"

Wie heute in österreichischen und internationalen Medien berichtet wurde, gibt es auch in Oberösterreich einen "Fall Landbauer". Deutsche Medien berichten, dass in einer Festschrift der Burschenschaft "Germania Ried", bei der auch der FPÖ-Sicherheitslandesrat Mitglied ist, ein Nazi-Kriegsverbrecher gewürdigt wurde.

Österreich gibt in der Welt leider gerade ein schlechtes Bild ab, wenn es um eine klare Abgrenzung zu den dunklen Seiten unser Gesichte geht. Die FPÖ ist jetzt Regierungspartei und wird daher von der Welt auch als Repräsentantin Österreichs genau beobachtet. Immer wenn wieder einer dieser FPÖ-Einzelfälle auftaucht, bleibt ein schwerer Imageschaden für das Land. Das schadet auch dem Standort Oberösterreich. Wir mahnen daher, mit den Verbrechen der NS-Vergangenheit verantwortungsvoll umzugehen.

Es kann eigentlich niemanden überraschen, dass nach dem "Fall Landbauer" auch in Oberösterreich ein anderer widerwärtiger Fall bei einer Burschenschaft, in diesem Fall "Germania Ried", aufgetaucht ist. Es ist schon beschämend genug für die Republik Österreich, dass ein oberösterreichischer SS-Kriegsverbrecher wie Friedrich Kranebitter nach seinen Verbrechen beinahe unbehelligt davonkam. Kranebitter wurde damals genau von diesen deutschnationalen Kreisen geschützt, dass macht umso mehr klar, in welcher Tradition die "deutschnationale Szene" steht. Dass die Burschenschaft von Landesrat Podgorschek diesen SS-Massenmörder noch im Jahr 2000 in einer Festschrift würdigte, ist mehr als bezeichnend.

Eine Unterscheidung der FPÖ und der deutschnationalen Burschenschaften ist kaum möglich. Der Landeshauptmann weiß das natürlich, er arbeitet ja tagtäglich mit deutschnationalen Landesräten in der Koalition zusammen. Es zeugt von mangelnder Distanz des Landeshauptmannes zu dieser Szene, auch noch den Ehrenschutz für den Burschenbund Ball am Samstag in Linz zu übernehmen.

Wir appellieren an Landeshauptmann Stelzer, sich klar von den Vorgängen bei seinem Koalitionspartner zu distanzieren und so das Ansehen Oberösterreichs zu verteidigen. Wer schweigt, trägt auch Verantwortung für den Schaden.

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