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am 2. Februar

FPÖ im rechtsrechten Burschenschafts-Sumpf

Maria Buchmayr - Am Samstag schwingen rechtsrechte Burschenschafter in Linz wieder das Tanzbein. Warum steht dieser Ball noch immer unter dem Ehrenschutz des oö. Landeshauptmanns sowie der JKU?

Burschenschafterkappe mit Schleife und Anhänger

Am Samstag wird im Linzer Palais Kaufmännischer Verein wieder der sogenannte Burschenbundball über die Bühne gehen. Unter den vielen Burschenschaftern werden wieder etliche Vertreter der FPÖ sein. In den letzten Jahren steht der Ball auch unter dem Ehrenschutz des Landeshauptmanns sowie des Rektors der Universität Linz.

Dass hochrangige Vertreter der FPÖ - und das zeigt der Fall Landbauer klar auf – bei Burschenschaften wie der Germania zu Wiener Neustadt aus und ein gehen, zeigt ganz klar, wie tief die FPÖ im rechtsrechten Burschenschaftssumpf steckt. Und die Germania zu Wiener Neustadt ist bei weitem nicht die einzige - denken wir beispielsweise auch an die Arminia Czernowitz zu Linz, die auch öffentlich mit NS-Symbolik aufgefallen ist, in der prominente Unterstützer der Linzer FPÖ zu finden sind, die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) der extremen Rechten zuzuordnen ist, und die eben diesen Ball mitorganisiert.

Landeshauptmann sollte sich von Burschenbundball distanzieren - wann, wenn nicht jetzt?

Sie alle werden am Samstag wieder aufmarschieren, und dabei ihre Ideologie verbreiten. Hier gibt es nichts zu verharmlosen: Dieser Ball ist eines der wichtigsten Vernetzungstreffen für diese rechtsrechten Burschenschaften. Besonders abstoßend dabei ist, dass nach wie vor der Landeshauptmann sowie die JKU den Ehrenschutz bei diesem Ball übernehmen. Wann, wenn nicht jetzt nach dem Fall Landbauer, sollten die Verantwortlichen endlcih erkennen, welchen Vereinen sie hier ihre Aufwartung machen? Das schadet unserem Ansehen, das schadet unserem Bundesland.

Es wäre höchst an der Zeit, hier ein klares Zeichen, ja ein Statement zu setzen, statt sich in den immer gleichen Beschwichtigungen zu üben. Den Ehrenschutz für diesen Ball zu übernehmen, schadet dem gesamten Bundesland. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und den Ehrenschutz zurückzulegen.

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