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am 10. März 2016

Mehr Geld für die Lehre

Maria Buchmayr, David Stögmüller - Wir fordern einen einheitlichen Mindestlohn von 500 Euro netto als Lehrlingsentschädigung im ersten Jahr.

Unser Leitantrag in der Landesversammlung am 12. März – besonders in klassischen (Frauen-) Lehrberufen wie ZahntechnikerIn (340 Euro brutto), Friseurgewerbe (395 Euro brutto) oder Blumeneinzelhandel (408 Euro brutto) braucht es eine faire Bezahlung. Ein Netto-Mindestlohn würde die Lehrlingsausbildung in allen Sparten aufwerten.

Wir fordern eine klare Aufwertung des Lehrberufs und der Lehrlingsausbildung auf unserer Landesversammlung am 12. März: Die beiden Initiatoren David Stögmüller, Sozial- und Arbeitssprecher der Grünen im Bundesrat und Tobias Reder, Sprecher der Jungen Grünen Linz, bringen am Samstag einen Leitantrag ein, der einen einheitlichen Mindestlohn von 500 Euro netto Lehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr vorsieht.

Unsere Forderungen:
  • Finanzierung der individuellen Kosten, die während der Ausbildung anfallen, durch die öffentliche Hand (z.B. Internat-Selbstbehalt, kostenfreie Vorbereitungskurse)
  • Klar geregelte Wohnbeihilfe für Auszubildende - gerade Lehrlinge, die eine eigene Mietwohnung beziehen, haben es oft schwer ohne zusätzliche Förderungen eine Wohnung zu erhalten bzw. zu finanzieren

Faire Bezahlung für ein selbstbestimmtes Leben, unabhängig von Geschlecht und Branche

Ein selbstbestimmtes Leben muss für Jugendliche leistbar sein. Wenn von ihnen erwartet wird, dass sie selbstständig arbeiten, dann brauchen sie auch ein entsprechendes Einkommen, um selbstständig leben zu können.

Das Problem ist klar: In vielen Sparten, besonders auffällig in klassischen Frauenlehrberufen, ist die Bezahlung sehr niedrig. So kommt man beispielsweise als ZahntechnikerIn auf nur 340 Euro brutto im Monat, im Friseurgewerbe auf lediglich 395 Euro brutto, im Blumeneinzelhandel auf 408 Euro brutto oder auch im Bäckergewerbe auf nur 458 Euro brutto. Es ist daher kein Wunder, dass wir die gravierenden Einkommensunterschiede im ausgelernten Fachberuf nicht wegbekommen, wenn bereits bei der Ausbildung zwischen den Geschlechtern so deutlich unterschieden wird. Packen wir also das Problem bei der Wurzel! Das Angleichen der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern schon bei der Lehre bzw. eine faire Bezahlung, unabhängig von Branche oder Geschlecht, fördert so auch die Annäherung des Lohnniveaus von frauen- und männerdominierten Berufen insgesamt.

Bessere Unterstützung der Lehrlinge und mehr öffentliche Ressourcen für die Lehrausbildung

Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Sie haben ein Recht auf gute Ausbildungs- und faire Arbeitsbedingungen. Dabei soll ihnen für ihre Entscheidung zum Lehrberuf auch die eine entsprechende Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht werden. Eine bessere Unterstützung der Lehrlinge und mehr öffentliche Ressourcen für die Lehrausbildung sind auch mehr als gerechtfertigt, denn die Lehrausbildung ist die Ausbildungsform, die am wenigsten öffentliche Mittel beansprucht. Die öffentlichen Ausgaben für die berufliche Erstausbildung beträgt pro Lehrling 5.745 Euro, für berufsbildenden mittlere und höhere Schulen (BMHS) beträgt diese mit 10.113 Euro fast das Doppelte. Eine überbetriebliche Berufsausbildung im Auftrag des AMS schlägt mit 10.113 Euro zu Buche.

Themenfoto Bildung 500 Euro
Wir Grüne (am Foto u.a. Tobias Reder, Sophia Hochedlinger, David Stögmüller, Landessprecherin Maria Buchmayr) fordern mit einem 500 Euro-Schein eine faire Bezahlung für die Lehre
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