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am 1. Juni

Arbeitsmarkt: Jubel und Zukunftsängste

Ulrike Schwarz - Vor dem Vorhang wird applaudiert, dahinter gibt es Zukunftsängste und Unsicherheit. Schwarz-Blau kürzt und stoppt Maßnahmen, die gerade für Langzeitarbeitslose wichtig sind – für sie steigt das Armutsrisiko.

Gute Zahlen, feine Daten, Freude in der Politik – ja es herrscht Jubelstimmung bei diesen Arbeitsmarktdaten. Nur nicht bei denjenigen, die davon nicht profitieren, bei den vielen Langzeitarbeitslosen. Bei all jenen, die sich vor den Folgen der schwarz-blauen Sozialpolitik fürchten. Bei allen jenen, denen wichtige Arbeitsmarktprojekte gestrichen werden und die in die Armut getrieben werden. Die Hochkonjunktur ist die Sonne für den Arbeitsmarkt, wenn Wolken aufziehen, wird es bei dieser schwarz-blauen Politik finster.

Noch immer sind zu viele Menschen zu lange ohne Arbeit. Zwar gehen auch bei älteren Arbeitskräften, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Geringqualifizierten die Arbeitslosenzahlen zurück. Aber bei weitem nicht so deutlich, wie in den anderen Gruppen – und das in Zeiten der Hochkonjunktur.

Es sind genau jene, die es besonders schwer haben und besonders armutsgefährdet sind. Genau sie treffen die schwarz-blauen Maßnahmen. Die Kürzung des AMS-Budgets, der Stopp wichtiger Beschäftigungsprojekte, das Einstampfen der "Aktion 20.000". Dazu droht die Notstandshilfe abgeschafft zu werden und vom Familienbonus haben jene 20.000 Kinder nichts, deren Eltern arbeitslos sind.

Vor dem Vorhang wird applaudiert. Dahinter gibt es Zukunftsängste und Unsicherheit. Um diese muss sich die verantwortliche Politik kümmern. Sie muss die Betroffenen stärken, ihnen Chancen bieten und darf ihnen nicht das Leben noch schwerer machen.

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