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am 28. September 2017

Für Best- statt Billigstbieter in Landesküchen

Die Redaktion - Noch immer werden in oberösterreichischen Landesküchen Produkte nach BilligstbieterInnenprinzip beschafft. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Best- vor BilligstbieterInnenprinzips. Wie sollen die heimischen BäuerInnen weiter überleben, wenn sogar Billig-Forellen aus der Türkei in öffentlichen Einrichtungen im großen Stil eingekauft werden?

Clemens Stammler auf seinem Hof

Bereits vor mehr als einem Jahr hatten sich mehrere PatientInnen sehr gewundert, dass sie in der Kepler-Klinik in Linz deutsches Joghurt als Nachtisch serviert bekamen. Tatsächlich wurden die Produkte auch nach entsprechenden Medienberichten ausgetauscht, offenbar aber nur jene, wo die PatientInnen die Etiketten sehen.

Nach wie vor werden in den oberösterreichischen Landesküchen Produkte nach dem BilligstbieterInnenprinzip beschafft. Konkret wird zum Beispiel in der Küche des Kepler Klinikum "Speisequark" ​der Molkerei Frankenland verarbeitet und Forellen türkischer Herkunft gereicht. Dieses Vorgehen steht auch im Widerspruch zur Förderpolitik des Landes Oberösterreich, die die regionale Landwirtschaft unterstützt, als auch zu der durch das Land Oberösterreich unterstützten Initiative "Genussland Oberösterreich".

Wir fordern volle Transparenz: Wo kommt das Essen her, das in öffentlichen Einrichtungen auf den Tisch kommt?

Deutscher Quark ist Topfen. Dieser Etikettenschwindel muss ein Ende haben. Wir werden heute in der Vollversammlung der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer per Antrag die konsequente Umsetzung eines Best- statt BilligstbieterInnenprinzips einfordern. Außerdem braucht es eine klare Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmittel sowie in Kantinen und in der Gastronomie.

Setzen wir auf regionale, biologische Ernährung und schützen wir damit unsere heimische Landwirtschaft

Wenn sogar in öffentlichen Einrichtungen den Billigstimporten aus dem Ausland der Vorzug vor unseren regionalen, biologischen Produkten, die unter strengster Kontrolle und mit bester Qualität erzeugt werden, bekommen, so brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn ein Agrarbetrieb nach dem Anderen zusperrt.

Es braucht volle Transparenz, wo bei uns die Lebensmittel herkommen. Nur wenn wir unseren Lebensmitteln den Vorrang geben, kann die heimische Landwirtschaft leben. In Sachen Qualität heben wir uns hier deutlich vom übrigen Markt ab. Die KundInnen oder in diesem Fall die PatientInnen werden es uns danken.

Clemens Stammler

Zur Person:

Clemes Stammler ist Landwirtschaftskammerrat und Kandidat der Grünen OÖ für die Nationalratswahl 2017


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