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am 24. Mai 2017

Nationalpark Kalkalpen feiert 20 Jahre

Maria Buchmayr - Wir fordern die Erweiterung: Gebiet um Haller Mauern, Bosruck und Warscheneck sollen in den Nationalpark Kalkalpen eingegliedert werden.

Maria Buchmayr und Gottfried Hirz im Nationalpark Kalkalpen

Mit seiner hohen Artenvielfalt und bestechenden Naturschönheit ist der Nationalpark Kalkalpen in der österreichischen Bevölkerung bei allen sehr beliebt und aus dem touristischen Angebot der Region nicht mehr wegzudenken. Ich selbst verbringe dort viele Stunden meiner Freizeit, ob zum Wandern oder einfach nur um die Natur zu genießen.

Nationalpark feiert heuer 20-Jahr-Jubiläum – feiern wir mit und schenken wir ihm ein Stück Natur

Wie auch bei der Gründung des Nationalparks im Jahr 1997 vereinbart, soll die Errichtung etappenweise vorangehen. Jetzt, zwei Jahrzehnte danach, wäre es an der Zeit, den Nationalpark flächenmäßig über den ersten Schritt hinaus zu vergrößern. Das 20 Jahre-Jubiläum wäre ein schöner Anlass zur Erweiterung.

Wie 1997 vorgesehen, wäre eine Ausweitung um die Haller Mauern (6000 ha) und das Tote Gebirge (32000 ha). Das Warscheneck (10000 ha) wird hier dazugerechnet. Die Nationalparkerweiterung um diese Bereiche der Haller Mauern, des Bosruck und des Warscheneck würde vor allem die dort bereits existierenden Naturschutzgebiete umfassen, die in Teilbereichen noch zu ergänzen sind.

Aus diesem Grund haben wir die Erweiterung per Initiativantrag eingebracht. Dieser wird heute im Ausschuss behandelt. Wir erwarten uns breite Zustimmung. Ganz wichtig wäre es, ein Schutzgebietsnetz herzustellen durch eine nachhaltige Verbindung von geschützten Lebensräumen, um die Wanderungsmöglichkeiten bedrohter Arten zu sichern.
​Dazu sollen der Nationalpark Kalkalpen, der Nationalpark Gesäuse und das niederösterreichische Wildnisgebiet Dürrenstein durch Korridore und naturnahe Trittsteinflächen verbunden werden. Entscheidend dabei wird sein, dass Bund, Land OÖ, Gemeinden und GrundeigentümerInnen gemeinsam an der Weiterentwicklung des Nationalparks Kalkalpen arbeiten, koordiniert mit den Nachbarbundesländern Steiermark und Niederösterreich.

Chancen einer Erweiterung des Nationalpark Kalkalpen:

  • Der Nationalparkstatus bietet deutlich bessere Schutzmöglichkeiten als der in Teilen der Erweiterungsflächen existierende Naturschutzgebietsstatus (z.B. kann die Bejagung ausgesetzt werden). 
  • Werden Erweiterungsflächen auch als Natura 2000-Gebiete nachnominiert, wäre dies ein Beitrag zur Erfüllung der aktuell hohen Gebietsnachforderungen der EU-Kommission im Rahmen des Natura 2000-Vertragsverletzungsverfahrens. 
  • Das infolge von Rechtsgutachten vor kurzem ausgelöste Ende der Zusammenlegungsambitionen der Skigebiete Höss und Wurzeralm ist eine gute Gelegenheit, dem Ganzjahrestourismus in der Region, der sich stark auf eine intakte Natur stützt, neue Impulse zu geben. 
  • Nicht zuletzt erleichtert ein konkreter Erweiterungsauftrag für den heuer neu zu bestellenden Nationalparkdirektor die strategische Planung für die mittel- und langfristige Entwicklung des Nationalparks Kalkalpen.
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