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am 9. März 2016

Grüne Jobs - eine Erfolgsgeschichte aus OÖ

Rudi Anschober - Die Grüne Energiewende war die große Richtungsentscheidung für Oberösterreich in den vergangenen Jahren. Die heimische Umweltwirtschaft ist mittlerweile eine zentrale Säule der oö. Wirtschaft und wichtiger Jobmotor.

Was unter Grüner Regierungsbeteiligung in Oberösterreich erreicht wurde, ist beispiellos: Nach zwei Grünen Regierungsperiode ist Oberösterreich zur Modellregion der Energiewende geworden: Nahezu 40% des Gesamtenergieverbrauchs sowie 80% des Stroms und 60% der Raumwärme in OÖ werden durch erneuerbare Energien gezeugt, auch hat sich die Fläche der Solarwärmeerzeugung seit 2003 auf rund 1.349.00 m2 mehr als verdoppelt, die Sonnenstromfläche mit rund 18.00 PV-Dächern fast verfünzigfacht, und die Stromertrag aus Windkraft hat sich auf 73GWh beinahe vervierfacht. Die Schadstoffemissionen der Industrie sind in Linz so gering wie nie, was auf das 2005 geschnürte 30 Punkte-Programm gegen Feinstaub zurückzuführen ist.

Es geht darum Oberösterreich in den kommenden Jahren international als Marke genau dafür zu positionieren – und Europas grüner Wirtschaftsstandort Nummer 1 werden!

  • Die Nutzung der Biomasse in Oberösterreich schafft eine regionale Wertschöpfung von nahezu einer Milliarde Euro und sichert rund 8.000 Arbeitsplätze.
  • Die Exportquote unserer Biomassekesselproduzenten liegt bei 71 % und die Exportoffensive wird weiter forciert.
  • Alleine die Firmen des Ökoenergieclusters und ihre 9.300 MitarbeiterInnen erwirtschaften mit Energieeffizienz, Erneuerbarer Energie und Umwelttechnik mittlerweile rund 2,3 Milliarden Euro. Dazu kommen die vielen weiteren Bereiche grüner Technologien.
  • In den fast schon 300 Klimabündnis-Gemeinden haben wir mehr als 500 Klimabündnis-Betriebe, die sich dem nachhaltigen Wirtschaften verschrieben haben. Bis zu 50 % der CO2-Emissionen einer Gemeinde stehen in direktem Zusammenhang mit Betrieben. Klimaschutz kann nur in einem Miteinander von Umwelt und Wirtschaft erfolgreich sein.

„Wirtschaftswachstum braucht Energie.“ Falsch! Wirtschaftswachstum braucht Energieeffizienz. Uns ist es gelungen, Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum zu entkoppeln: Seit 2005 stieg das Bruttoregionalprodukt um 29 % und der Energieverbrauch um nur mehr 4 % an.

Und was macht schwarz-blau in Oberösterreich? Schwarz-blau gefährdet alle Errungenschaften der letzten Jahre: Alle Eckpfeiler der Energiewende sollen laut dem schwarz-blauen Arbeitsübereinkommen „überprüft“ werden - vom Energiewendeplan "Energiezukunft 2030" bis zum Windmasterplan, vom Nein zu einem Energieeffizienzgesetz bis zum Energiesparverband steht alles zur Diskussion.

Doch die Nachfrage nach FacharbeiterInnen und AkademikerInnen ist im Umweltbereich ungebrochen hoch. Im gesamten Segment der Umweltwirtschaft sind mittlerweile mehr als 45.000 Menschen (inkl. Handel und Nahrungsmittelproduktion) beschäftigt. Damit ist Oberösterreich mit großem Vorsprung die klare Nummer 1 aller Bundesländer.

Die Chancen für Arbeitsmarkt und Klimaschutz sind eng verknüpft, denn der Markt für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen steigt massiv an. Nicht nur in Oberösterreich, sondern in großen Teilen Europas und weit darüber hinaus. Mit unserem Kaufverhalten treffen wir täglich gesellschaftspolitische Entscheidungen, deren Tragweite immer mehr KonsumentInnen bewusst wird – für oder gegen Natur und Umwelt, für oder gegen Klimaschutz, für oder gegen faire soziale Arbeitsbedingungen und Handelsbeziehungen, für oder gegen Arbeitsplätze in unserer Umgebung und damit auch für oder gegen Wertschöpfung und Wohlstand für die Menschen in unserem Land.

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